Kinder schützen - was tun bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung?

Immer wieder kommt es vor, dass sich beim Kindergartenteam die Frage stellt, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Das reicht von einem "unguten Gefühl im Bauch" bis hin zu einem konkreten Verdacht. Wo man sich in welchen Situationen hinwenden kann, ist hier ganz kurz zusammengefasst:

Besteht der konkrete Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder sexuell missbraucht wird, ist die erste Anlaufstelle die Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt).

Gibt es eine vage Vermutung, ein Gefühl oder einfach Unsicherheiten oder Fragen betreffend Kindern oder Situationen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch und jeglicher Form von Gewalt am Kind, bietet das Kinderschutzzentrum die Möglichkeit, sich vertraulich Informationen einzuholen und mögliche nächste Schritte zu besprechen. Das Kinderschutzzentrum bietet hierfür telefonische und persönliche Beratung an. Auch Eltern können es (ebenso wenn gewünscht anonym) kontaktieren. Das Angebot reicht hier von Beratung, psychologischer Behandlung, Psychotherapie und Familientherapie für die betroffenen Kinder und deren Familien sowie Prozessbegleitung (bei Erwägung einer Anzeige). Das Kinderschutzzentrum bietet ebenso jedes Semester und auf Anfrage, Fortbildungen, Vorträge und Seminare rund um Themen des Kinderschutz an.

Um sexuellem Kindesmissbrauch vorzubeugen bietet der Verein Selbstbewusst unter anderem Elternabende und Teamfortbildungen an. Diese können auch im Rahmen des Gesunden Kindergartens gebucht werden.