Mit Igel Fexi den Sommer entdecken

KG Lessach

Wie geplant haben wir (die Kinder und das KG-Team vom KG Lessach) uns zusammen mit Igel Fexi ein letztes Mal auf den Weg gemacht, um zusammen mit Fr. Bettina van der Vaart (einer als UNESCO-Biosphärenpark-Fex ausgebildeten Natur- und Landschaftsvermittlerin) auch den Sommer zu spüren, zu riechen, zu hören, zu schmecken und zu sehen. Zu unser aller Überraschung hatte Fr. van der Vaart diesmal einen selbst gebackenen Kuchen mit schwarzen und roten Johannisbeeren und einen ebenfalls selbst gemachten Holundersaft zur Verkostung mitgebracht. Bevor wir uns gemeinsam auf den Weg machten, hat uns Fr. van der Vaart dazu eingeladen, während des Gehens nach essbaren Blüten von Blumen, Sträuchern und/oder Bäumen Ausschau zu halten und diese als schmackhafte und duftende Zierde für den Kuchen zu sammeln. So stellten wir beeindruckt fest, welche Pflanzenvielfalt die Natur ihren Bewohnern bzw. uns zu bieten vermochte: Da waren die verschieden aussehenden und unterschiedlich duftenden Blüten in ihren prächtigen Blütenfarben, angefangen beim roten und weißen Wiesenklee, dem gelben Hornklee, die Blüten des weißen und die Beeren des roten Holunders,  die bourdeau-roten Josta-Beeren und die zum Teil bereits vollreifen schwarzen Vogelkirschen mit ihrem saftigen, blutroten Fruchtfleisch und der schwarz aussehenden Fruchthülle. Aber – auch wenn das Blumenrabatt vor dem Nachbarhaus in bunten Farben erstrahlte und die Kapuzinerkresseblüten zum Schmaus einluden, war hier Pflücken verboten! Gekostet werden konnten hingegen die jungen Innenblätter des „BreitwegErichs“, über den und seine beiden Brüder den „Mittleren WegErich“ und den „SpitzwegErich“ Fr. van der Vaart kurze Geschichten zu erzählen wusste.

Von denen jene vom Breitwegerich am beeindruckendsten gewesen zu sein schien, da dieser tatsächlich die Eigenschaft besaß, so „stark“ zu sein, dass er sich immer wieder aufrichtete, obwohl oder nachdem die Kinder auf ihn getreten sind.

Kleinstlebewesen, wie Ameisen, Würmer, Asseln, Spinnen oder Schnecken waren heute schwieriger zu entdecken, da die Erde von Gras bedeckt war und dieses ihnen gleichsam Nahrung und Schutz bot.

Auf dem Acker, auf dem im Frühling Tobias Papa die gepflügte Erde geeggt hatte, waren unzählige Kartoffelstauden mit vielen weißlich-gelben Blüten gewachsen. Und was war mit dem Kastanienbaum geschehen? Dieser hatte inzwischen große fünffingrige Blätter entwickelt, die ihm und allen, die sich unter seiner Laubkrone aufhielten, an heißen Tagen kühlen Schatten spenden konnten. Wieder im KG angekommen, streuten wir die gesammelten Blüten auf den Kuchen und verkosteten diesen genüsslich. Dann hieß es Abschied nehmen:  Bei Fr. van der Vaart bedankten wir uns für die vier interessanten Jahreszeiten-Wanderungen und auch unserem lieb gewonnenen Begleiter Fexi mussten wir Lebe Wohl sagen! Doch was bleibt, sind viele Erinnerungen und Erfahrungen, von denen u.a. auch Fotoseiten in unseren Portfoliomappen zeugen.