Mit Igel „Fexi“ den Frühling suchen

Wir, Kinder und Kiga-Team vom Kindergarten Lessach, haben schon sehnsüchtig auf den Tag gewartet, an dem Igel „Fexi“ endgültig aus seinem Winterschlaf erwacht und jetzt war es endlich so weit!

Bei Spaziergängen auf Wiesenwegen und während Aufenthalte im nahe gelegenen Waldstück sind einigen von uns bereits in den letzten Tagen Veränderungen in der Natur aufgefallen. Doch was würden wir zusammen mit Fr. Bettina van der Vaart entdecken, ist sie doch eine als UNESCO-Biosphären-Fex ausgebildete Natur- und Landschaftsvermittlerin?

Da auf den Berggipfeln noch Schnee lag, den man vom Tal aus sehen konnte und der Himmel bewölkt war, machten wir uns, gegen Nässe und Kälte geschützt angezogen, auf den Weg. Als erstes stellten wir fest, dass in den kleinen Teich, der den Winter über zugefroren gewesen war, nun wieder durch einen Schlauch Wasser floss. Dadurch wurde die Teich-Erde aufgewirbelt, sodass das Wasser ganz braun gefärbt war. Die geschmolzene Eisdecke hatte die Sicht auf den kleinen Graben entlang unseres Wanderweges freigegeben und so konnten wir diesen nicht nur plätschern hören, sondern auch fließen sehen. Die Äste des wilden Vogelkirschenbaumes, der gleich neben dem Teich stand, waren über und über voll mit kleinen weißen Blüten, die vor allem Bienen und Hummeln reichlich Nahrung bieten konnten. Zwischen dem ersten zarten Grün des frisch gewachsenen Grases leuchteten weiß-rosa farbene Gänseblümchen und gelber Löwenzahn hervor und am Wegrand entdeckten wir gelb blühende Huflattiche und braune Schachtelhalm-Stängel. An Nicht-Frucht-tragenden Laubbäumen, wie der Grauerle, zeigten sich unzählige kleine, zartgrüne Blätter, am Rosskastanienbaum hingegen hatten sich die noch immer klebrigen Knospen zwar leicht gelockert, ohne aber die spätere Blütenpracht preis zu geben. Obwohl die kleine Lärche, wie wir bereits bei der Winterwanderung gesehen haben, keinen Baumwipfel mehr hatte, sprossen auch aus ihren Zweigen feine hellgrüne Nadeln hervor. Als wir uns wieder dem Kindergarten näherten, wurde das Motorgeräusch eines Traktors immer lauter hörbar: Tobias Papa war gerade dabei, den umgepflügten Acker zu eggen. Auf  die Frage, warum er die Erdfläche, die er offensichtlich bereits auf und ab durchfahren hatte, nun noch hin und her durchfuhr, erklärte er uns, dass dies notwendig sei, damit das Regenwasser die gelockerte Erde nicht nach unten wegschwemmen konnte. Er hat uns dann noch verraten, dass er auf diesem Acker später Kartoffeln pflanzen wird und wir im Herbst dann wieder beim Einsammeln, dem „Eachtlingklauben“ wie wir sagen, helfen dürfen. Etwas müde aber gut gelaunt kamen wir wieder im Kindergarten an, wo wir die gesammelten Schätze in die Schatztruhe legten bzw. in kleine, mit frischem Wasser gefüllte Vasen steckten. So würden wir sie während der nächsten Tage und Wochen im wahrsten Sinn des Wortes noch genauer unter die Lupe nehmen können. Und wie ist es Fexi ergangen? Er hat sich besonders darüber gefreut, dass auch für ihn jetzt wieder Fressbares in Form von Würmern, Schnecken und ersten Käfern zu finden war!